Eine Haltungsaufgabe mit Herzschmerz

Heute erreichte mich ein Anruf wegen einer Haltungsaufgabe.

Jeder Meerschweinchenverrücke ist jetzt vermutlich geschockt und kann sich ein Leben ohne Meerschweinchen nicht vorstellen.

Es ist absolut ok, wenn man sich irgendwann gegen Meerschweinchen entscheidet. Es soll nicht sein, dass man sich fertig macht als Halter und wenn man es nicht mehr schafft die Tiere zu versorgen – warum auch immer – sie durchaus abgeben kann bevor das Wohl der Schweinchen darunter leidet. Es macht ihnen nichts aus, wenn sie ihre Gurken von einem anderen Zweibeiner bekommen, sie verkraften es / sie gewöhnen sich daran. Auch andere Menschen können die Tiere angemessen versorgen. Ich als Züchter muss bei jeder Abgabe loslassen und vertrauen. Was sie brauchen ist eine tolle Schweinchengang, artgerechte Unterkunft und Verpflegung.

Ganz klar, entschlossen und absolut Gewissenhaft. Die Zukunft soll das Beste für die Schweinchen bringen hieß es am Telefon. Sie wurden noch spät Abends vom äußersten Rand Vorarlbergs zum anderen äußersten Rand kutschiert – eine Stunde Autofahrt. Komplettes Zubehör, toller Stall. Alles wurde mir mitgegeben. Ich bin schwer beeindruckt vom verantwortungsvollem Umgang mit den Tieren.

Wer seine Tiere selber vermittelt soll sich bitte Zeit lassen, sich die Haltung zeigen lassen und auf sein Gefühl hören.

Der mitgegebene Eigenbau. Ursprünglich in L-Form.

Sheltie: Am Kopf ist das Fell beim Sheltie noch kurz, hinter den Ohren wird es lang. Das lange Fell ist glatt und zeigt keinerlei Wirbel.